Pioneer PL-117 D – läuft wieder

Der Pioneer kam zu mir und machte komische Geräusche beim laufen. Der Riemen war neu und da bedurfte es einer genauen Analyse. Zum Plattenspieler selbst: Riemenantrieb, 4 Poliger Motor, Bowdenzüge für alle Einstellungen, Guss/Verbundchassis, Guter Tonarm – ein echter Dauerläufer.

Was gibt es zu tun – der Plattenteller liegt zu tief und schlägt daher an der Geschwindigkeitsumschaltung an. Zum Glück kann man an den 3 Schwingungsfedern den Plattenteller/Subchassis (auch der Arm sitzt darauf – das ist ähnlich wie bei den Thorens) das alles ins Wasser stellen. Sehr servicefreundlich, denn in Rasterstufen ist das zu regeln.

Dazu waren noch die Knallfrösche zu tauschen, die vorhandenen hatten deutliche Risse – raus damit.

Dann war da noch ein „Plopp“ beim Ein und Ausschalten – der Kurzschließer wollte noch gereinigt werden. Nebenbei noch den Motor ölen (ja, darf man, steht im Servicemanual) und nun kann er wieder zurück in die Nachbarschaft. Läuft. Nochmal einen haufen Jahre…

2 Gedanken zu “Pioneer PL-117 D – läuft wieder

  1. Hallo, ich habe eine Palladium NSP 7000 (Micro Seiki?) mit dem gleichen tollen Tonarm ergattert. Leider kann ich nirgends eine Information bezüglich des Lateralgewichts am Tonarm finden. Wie muss das eingestellt werden?

  2. Hallo Uwe,

    das Lateralgewicht soll die Lagerbelastung der vertikalen Lager im Tonarm kompensieren, also wenn auf der Achse des Tonarms zwischen Drehmittelpunkt und Nadel die Gewichtsverlagerung nicht auf der Achse, sondern leicht daneben liegt. Bei S-Tonarmen ist das Gewicht idR innenliegend, soll also Kräfte auf der Außenseite kompensieren.
    Ich kenne nur eine Anleitung zur Einstellung.
    1. Antiskating auf Null
    2. Tonarm mit dem Auflagegwicht in Balance bringen.
    3. Plattenspieler auf der Hinterseite um ca. 10-15° (so 15 cm ) hoch anheben, so dass der Tonarm weiter im Schwebezustand bleibt.
    4. Wenn jetzt der Tonarm nach außen zieht, mit dem Lateralgewicht das ganz kompensieren, so dass der Tonarm nicht nach außen geht, sondern in Flucht bleibt.
    5. Tonarmauflagekraft und Antiskating einstellen.
    Das ganze ist aber – m.M.- stark von der Qualkität der Lager ahängig, sollte nichts passieren, kannst Du es auch einfach mittig einstellen.

    Viel Spaß beim Musikhören wünscht Thomas

Schreibe einen Kommentar zu Uwe Berning Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.